GENDER MAINSTREAMING

 

Man muss unterscheiden: Das biologische Geschlecht (sex), also die jeweiligen Körper mit ihren genetischen Anlagen, ihrer Anatomie und dem hormonellen Status. Und das soziale Geschlecht (gender), welches die Geschlechterrolle beschreibt, die u.a. durch Erziehung, Kultur, Konventionen, aber auch Berufswahl geprägt wird.

In Anerkennung der verschiedenen biologischen Geschlechter ist Gender Mainstreaming eine (politische) Strategie, welche zum Ziel hat, eine tatsächliche Gleichberechtigung der Geschlechter zu erreichen  – durch die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern. Damit wird die geschlechtliche Dualität von Mann und Frau als Vorgegebenheit nicht bestritten – und damit entfällt dann auch nicht die Familie als eine von der Schöpfung vorgegebene, in der Natur des Menschen angelegte Wirklichkeit (Papst Benedikt XVI., Dezember 2012).

Die angestrebte Beseitigung irritierender „Hindernisse” wäre ein falsch verstandener „Gleichheits”-Feminismus. Sind Kinder (nur noch) Hindernisse auf dem angestrebten Weg zur vollen Gleichheit? Kein Wunder, daß insbesondere gut ausgebildete Frauen immer weniger Kinder bekommen. Geschlechtergerechtigkeit? Ja, aber im Sinne einer die Verschiedenartigkeit achtenden Gerechtigkeit dem jeweiligen Geschlecht gegenüber, nicht als falsch verstandene Gleichmacherei. Wir müssen kind- und müttergerecht denken und handeln lernen – gerade auch im Sinne eines recht verstandenen „Feminismus”.

Die KDFB hat im Juni 2015 eine die Begriffe klärende Broschüre zu dieser Thematik veröffentlicht.

Juni 2015

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