Intersexualität: 3. Geschlecht?

 

Nein, aber Respekt und Hilfen für Intersexuelle

Eine im Februar 2012 veröffentlichte ausführliche Stellungnahme des Deutschen Ethikrates (DER) befasst sich mit dem Schicksal intersexueller Menschen; in Deutschland wird deren Zahl auf etwa 120.000 geschätzt. Aufgrund einer Störung in der embryonalen Entwicklung ist bei ihnen eine eindeutige sexuelle Zuordnung (männlich bzw. weiblich) nicht möglich, auch nicht für die Betroffenen – im Gegensatz zu den Transsexuellen.

Früher hat man diese Menschen als Zwitter oder als Hermaphrodit bezeichnet. Der DER spricht sich nicht für die Einführung eines dritten Geschlechts aus, sondern möchte mit einer zusätzlichen Geschlechtsbezeichnung „anderes“ die Gefahr der gesellschaftlichen Diskriminierung minimieren.   Damit soll auch die Möglichkeit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft – evtl. sogar einer Eheschließung – eröffnet werden.

Sogenannte „geschlechtsvereindeutigende Eingriffe“ sind grundsätzlich nur mit Einwilligung der Betroffenen gestattet. Außerdem ist zu prüfen, inwieweit ihnen für erforderliche (hormonelle) Behandlungen Hilfen zustehen.

März 2012

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