Geteilte Verantwortung

Widersprüche und geteilte Verantwortung

Die mit großem finanziellen Aufwand betriebenen Investitionen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr zeigen Ergebnisse: Die Zahl der Verkehrstoten nimmt weiter ab. Wie ist demgegenüber zu erklären, daß in einem anderen Bereich des Lebensschutzes eine vergleichbare Anstrengung auch nicht ansatzweise zu erkennen ist: Durch Abtreibungen sterben in Deutschland jedes Jahr 25-mal so viele Menschen wie bei Verkehrsunfällen.

Und: Was nutzen kostspielige Programme zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, wenn jährlich über 100.000 Abtreibungen staatlich finanziert werden?

Abgehobene, akademische Stellungnahmen zum umfassenden Lebensrecht erhalten angesichts der tatsächlichen Verhältnisse in unserem Umfeld zu Recht einen eher zynischen Anstrich. Es bedarf der konkreten Hilfsmaßnahmen, wo immer das Lebensrecht akut bedroht ist. Wer hilft, wenn z.B. kleine Kinder völlig unterernährt und verwahrlost aufgefunden werden?

Gefragt sind die etablierten Systeme (Staat, auch die Kirchen) aber zunehmend auch die Bürger; sie sind mehr und mehr als Ideengeber und Gestalter einzubeziehen – im Sinne einer geteilten Verantwortung.

Unsere Videointerviewreihen verstehen wir als Impuls, um an Hilfe Interessierten die Menschen und Situationen zu zeigen, wo sie dringend gebraucht werden, in denen sie helfen können: „Wie kann ich die Situation verändern?“

Es bleibt noch viel zu entdecken, bekannt zu machen und damit zu fördern – denken wir nur an zerbrechende Familienstrukturen mit dem darin enthaltenen besonderen Gefährdungspotenzial für die Kinder.

September 2010

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