Nordkoreanisierung

In diesen Tagen erinnern wir uns mit Dankbarkeit und einem gewissen Stolz an die erste gelungene Revolution in Deutschland: Den gewaltlosen „Volksaufstand“, den Fall der Mauer – mit dem Ergebnis der Wiedervereinigung. Ein ganz wesentliches Motiv der „Aufständischen“ war der lange unterdrückte Drang nach Freiheit. Heute hat man aber den Eindruck, daß die Gerechtigkeit – kombiniert mit der Solidarität und einer falsch verstandenen Gleichheitsidee – der Freiheit den Rang abgelaufen hat. Die (sozial) gerechte Gesellschaft ist zum übergeordneten Ziel geworden. Dabei wird übersehen, daß allein die Freiheit Kräfte freisetzt und neue Chancen auch für das erforderliche Wachstum eröffnet. Was wäre angesichts einer vernachlässigten Steigerung der Ressourcen wirklich gewonnen, wenn wir – Beispiel Nordkorea – alle gleich arm und gleich unfrei wären? Dafür hätte sich die friedliche Revolution nicht gelohnt.

12/09

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