Zeitwohlstand

Das Schlagwort von der „besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ wird quasi als der „Königsweg“ angepriesen – im Interesse der Frauen (und Männer) und der arbeitskräftesuchenden Wirtschaft (Stichwort: demographische Entwicklung). Wie kann unter diesen Umständen eine „familienbewußte Zeitpolitik“ aussehen? Angesichts der geforderten/erwarteten ständigen Verfügbarkeit der Mitarbeiter? Wer entscheidet? Die Wirtschaft? Der Staat? Oder doch besser die Familie als Ausfluß ihrer vom Staat zu schützenden (auch finanziell) Wahlfreiheit?

Zeitwohlstand bedeutet, daß allen Familienmitgliedern bedarfsgerecht (?) Zeit für die gegenseitige Zuwendung, Fürsorge und gemeinsames Tun zur Verfügung steht. „Qualitätszeit“ und „Zeitsouveränität“ sind weitere Stichworte. Das alles „klingt gut“ (auch wissenschaftlich), aber der Eindruck, daß diese Begriffe doch eine gewisse Hilflosigkeit ausdrücken (vielleicht sogar die bewußte Verschleierungsabsicht) drängt sich auf.

12/09

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