AKTIVITÄT „PRO LIFE” (2)

Recht auf Abtreibung?

Und was kann man dagegen tun?

„Die Kirchen als akute Gefahr für das Recht auf Abtreibung”

… so urteilt Alice Schwarzer im Herbst 2006.

Wenn man einmal davon absieht, daß es „kein Recht auf Abtreibung” gibt – auch wenn „widerrechtlich, aber straffrei” zunehmend so gedeutet wird -, könnte man sich über diese erhellende Aussage einer meinungsbildenden Feministin eigentlich sogar freuen; wir jedenfalls werden die Kirchen bei ihrem „Angriff auf dieses vermeintliche Recht” weiterhin tatkräftig unterstützen.

Von der Politik ist – trotz einiger Lippenbekenntnisse – nicht viel zu erwarten.

Hubertus Heil, SPD-Generalsekretär, hat in einem Interview mit dem Rheinischen Merkur (1. 11. 2006) noch einmal bekräftigt, daß seine Partei an dem Konsens aller Bundestagsparteien zur Abtreibung nicht rütteln wird. Auch nicht bei der „Spätabtreibung”. Dazu fällt dann der schöne Satz: “Wir dürfen die Frauen nicht durch eine Beratungspflicht unter Generalverdacht stellen”. Das ist ein Scheinargument: Die geforderte Beratungspflicht gilt nur für Mütter, die eine Abtreibung erwägen, nicht aber für die Mütter, die gar nicht daran denken, ihr möglicherweise behindertes Kind deswegen abzutreiben. Ihnen muß in Rahmen einer möglichst umfassenden Beratung jede mögliche Hilfe angeboten werden.

Hubertus Heil hat zudem noch gesagt: „Ich persönlich habe am evangelischen Religionsunterricht teilgenommen, und es hat mir nicht geschadet”. Wie tröstlich – aber besser wäre doch wohl gewesen, wenn er ihm – gerade in dem so elementaren Bereich des Lebensschutzes – etwas genutzt hätte. Sichere Grundlagen für die spätere eigene Urteilsbildung zu legen, sollte doch das Ziel des Religionsunterrichts sein.

Es bleibt noch viel zu tun, umgangssprachlich: es gibt viele Baustellen.

November 2006

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