LEBENSSCHUTZ – der umfassendere Umweltschutz

Oder: Was wir von den Grünen lernen können

Die Pflicht oder besser das Recht, die richtigen Fragen zu stellen

Eine alte Definition der Grünen lautete: „Sie stellen die richtigen Fragen, aber sie geben die falschen Antworten”.

Wäre nicht schon viel gewonnen, wenn man uns – den Lebensschützern – zumindest das Recht auf die richtigen Fragen zubilligen würde? Auch in der Öffentlichkeit. Dann dürfte man – wie zuletzt der Bundespräsident bei der Evangelischen Akademie in Tutzing – wieder fragen, „wie viele Kinder allein deshalb am Leben gehindert werden, weil ihre Eltern sich von der Gesellschaft alleingelassen fühlen?”

Bei aller Sympathie, aller Dringlichkeit für die Bemühungen um die Verminderung von „Spätabtreibungen”, müßte man nicht eigentlich zuerst fragen, wie wir es überhaupt zulassen konnten, daß das wachsende Leben in den ersten drei Monaten praktisch schutzlos gestellt worden ist? Das ist der entscheidende Tabubruch!

Dieser fragende Hinweis zielt auf die Zukunftsfähigkeit unseres Gemeinwesens. Wie kann jemand, der dieses elementare Versagen unseres Rechtsstaates anprangert, als „Fundamentalist” abgestempelt und damit in der öffentlichen Diskussion mundtot gemacht werden? Auf welchem Fundament sonst sollten wir aufbauen?

Umweltschutz hat auch dank der Bemühungen der Grünen bei uns einen „guten Klang”. Wir sind „Weltmeister in der Umweltschutztechnologie”. Haben wir vergessen, für wen wir diese Anstrengungen eigentlich unternehmen? Nur für „die Umwelt”, für uns oder doch zumindest auch für unsere Kinder? Die müßten dann aber auch geboren werden (dürfen).

Die Themen der Grünen sind von verschiedenen Parteien – je nach Lösungsansatz – aufgenommen worden. Der dafür erforderliche Bewußtseinswandel hat weitgehend stattgefunden. Auch die Fragen des umfassenden, belastbaren Lebensschutzes rufen nach einer breitangelegten Diskussion – in Politik und Gesellschaft.

Daran wollen wir uns beteiligen – zugunsten eines umfassenderen Umweltschutzes.

Januar 2006

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