REPRODUKTIVE RECHTE

Teil eines säkularen Dogmenkatalogs

Für Kritiker der katholischen Kirche sind die Dogmen ein beliebtes Angriffsziel. Obwohl diese Skeptiker häufig nur sehr vage Vorstellungen über die Dogmen, ihre Entstehung und Geschichte haben, glaubt man mit diesen Angriffen, leicht die Eng-/Rückständigkeit und Unflexibiltät der Kirche nachweisen zu können. Einen unbestreitbaren Vorteil haben diese Dogmen aber doch: man weiß, wer sie (in welchem Namen) verkündet.

Nur wenigen ist dagegen bewußt, daß sich – auch als Folge der „political correctness“ – ein Kanon säkularer Dogmen gebildet hat. Wenn z.B. über Fragen der Bevölkerungsentwicklung gesprochen wird – auch auf internationalen Konferenzen -, kann man immer wieder als Argument das Stichwort von den „reproduktiven Rechten“ hören. Für ihre Fürsprecher gehören dazu u.a. das Recht auf Abtreibung, auf ungehinderten Zugang zur sicheren Verhütung, auf künstliche Befruchtung und auf die Selektion menschlicher Embryonen (PID!).

Diese (zumeist) den Frauen zustehenden Rechte werden quasi als Menschenrechte propagiert. Warum findet sich kaum jemand, der diese „erfundenen Rechte“, ihre Quellen und ihre Berechtigung grundsätzlich hinterfragt? Wer ist der Anwalt der unbestreitbaren, bei uns grundgesetzlich geschützten Rechte der Kinder – auch der ungeborenen? Und zudem: Wenn die Rechte der Väter so leicht mißachtet werden können, darf man sich nicht wundern, wenn die Männer es sich „dreimal überlegen“, ob sie überhaupt Väter werden möchten.

Juli 2010

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