INSPIRED AD HOCERY

– geistreiche Wendig(Sprunghaftig-)keit als Problem

Die Bewußtseinsbildung – auch eine als notwendig angesehene und angestrebte Änderung – ist immer die Folge eines öffentlichen Diskurses als des legitimen, offenen und geradezu konstitutiven Meinungsbildungsprozesses in der Demokratie.

In diesem Prozeß, dem Ringen um das Bewußtsein der Bevölkerung wird mit allen Mitteln „gekämpft”, legitimen und illegitimen, raffinierten bzw. verdummenden. Es fällt immer wieder auf, mit welcher geistigen, wortreichen „Wendigkeit” (grenzend an Sprunghaftigkeit) die Propagandisten des Zeitgeistes für ihr Anliegen werben; einige Kostproben aus dem Bereich des Lebensschutzes:

Dignitas = Würde

– es geht um die Beihilfe zum Selbstmord

Donum Vitae = Geschenk des Lebens

– diese Stelle gibt den für die straflose Abtreibung (Tötung) notwendigen Schein

Sterbehilfe

– „Hilfe” zum Sterben, nicht beim Leben vor dem/zum Sterben

Auch wenn man es eigentlich – aus unserer Sicht – nicht für möglich hält, die Befürworter des Lebens, des unbedingten, umfassenden Lebensrechts der ungeborenen Kinder müssen sich immer wieder rechfertigen. In einer Welt des krassen Individualismus haben diese Kinder gegenüber den Wünschen ihrer „Mütter” keine Lobby. Die Embryonen im Reagenzglas werden bei uns besser geschützt – eigentlich ein krasser Widerspruch, der auch den politisch Verantwortlichen zu denken geben müßte.

Woher kommt diese negative Haltung dem Leben gegenüber? Bei geschätzten etwa 200.000 Abtreibungen im Jahr wächst die Zahl derer, die mit ihrer persönlichen – oft nicht einmal eingestandenen – Schuld nicht konfrontiert werden möchten. Dann schaffen sie lieber – zunächst wiederum eher unbewußt – mehr und mehr Gleichgesinnte, Gleichbetroffene.

Wie wäre es, wenn auch wir uns in unserer Argumentation um mehr geistige („Der Geist weht wo er will”) Wendigkeit, Eleganz bemühen würden – z.B. mit Slogans wie:

„Lebensschutz ist der beste Umweltschutz”

„Kinder sind unschlagbar”

„Ohne Kinder sehen wir alle alt aus”.

Hiermit rufen wir zu einem geistigen Wettbewerb auf!

Oktober 2006

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