Adoption

Bei der Regelungen, wer zu welcher Adoption berechtigt ist, muß immer das Kindeswohl im Vordergrund stehen. Ihr Interesse hat Vorrang – auch vor den Wünschen der Adoptionswilligen. Kinder dürfen nicht zum “Objekt” der Wünsche der Erwachsenen werden. Es gibt kein “Recht auf ein Kind” – weder für Ehepaare noch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

Insgesamt hat die Zahl der (Inlands-)Adoptionen in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen – im Jahr 2012 waren es nur 3.886. Der Anteil der Fremdadoptionen (d.h. ohne Stiefeltern) betrug unter 50%. – Allerdings liegt die Zahl der Adoptionswilligen nach wie vor erheblich höher als die der zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen (etwa 7:1).

Ältere Schätzungen gehen davon aus, daß pro Jahr bei uns etwa 35.000 Kinder, hauptsächlich aus (den Waisenhäusern) in Asien bzw. Mittel/Osteuropa, in Nordamerika und Westeuropa ein neues Zuhause gefunden haben. Die Risiken durch den „Kinderhandel” sind groß, insbesondere durch die Einschaltung dubioser Vermittlungsagenturen.

Da die „Nichtkenntnis der genetischen Abstammung” bei heranwachsenden Adoptierten nicht selten zu schweren psychologischen Störungen führt, soll die „vertrauliche Geburt” Abhilfe schaffen (vergl. Schwerpunktthema).

Juli 2013

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